Traumfisch Jäger

von David Demel

Topwater Rapfen

Eigentlich hatte ich es auf Barsch abgesehen. Als ich jedoch die Rapfen jagen sah, musste ich einfach einen Topwater-Köder einhängen. Es ist immer wieder spektakulär, wenn die Rapfen den Oberflächenköder schnappen.

 

101 cm Hecht-Power

Endlich konnte ich wieder einen guten Fisch anlanden. Eine Hechtdame von 101cm konnte dem Sebille Softjerk im Barschdekor nicht wiederstehen. Nach knackigem Drill konnte ich den schönen Esox handlanden.

 

Döbel mit der Fliege

Es gibt mal wieder was Neues. Hitzeperiode, das schlägt auf die Beißlaune. Nicht jedoch bei den Döbeln im Fluss. Gezielt auf Sicht macht die leichte Fliegenfischerei auf Döbel einen riesen Spaß. Im Video erkläre ich euch mein Vorgehen und wie auch ihr sicher Erfolg auf die Sommerdöbel haben werdet.

 

 

Hier noch ein paar Impressionen von dem extrem kurzweiligen fischen auf Döbel und Alande:

          

Sommerwels

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich endlich wieder mal einen großen Fisch mit der Spinnrute an landen. Die Geschichte dazu ist echt ungewöhnlich.

Eigentlich hatte ich vor mit einem Angelkollegen auf Zander und Barsch zu angeln. Wir fischten am Abend schon ca. eine halbe Stunde, als er einen tollen Biss bekam und der Fisch innerhalb weniger Sekunden den für Zander und Barsch gedachten Haken auf bog. Wir wussten sofort, dass ist ein dicker Wels.

Glücklicherweise hatte ich meine Welsspinnrute im Auto. Ich warf den Platz an und schon beim zweiten Wurf bekam ich einen kurzen Anfasser auf den 14cm Gummifisch. Beim Dritten war es dann soweit. Einschlag und die Welsrute war sofort komplett krumm.

Nach einigen Minuten hartem Drill konnte ich ins Wasser gehen und den Fisch an landen.

Etwa 1,70m pure Kraft. Ich bin absolut happy über den außergewöhnlichen Fang.

 

Saisonstart Hecht

Endlich der 16.4. ist erreicht. Saisonstart auf Hecht in Hessen. Alle Jahre wieder heißt das für mich früh aufstehen, ab an die Kinzig und die Fliegenrute oder die Spinnrute schwingen.

Auch dieses Jahr war das der Fall, nur die Vorzeichen standen durch das extrem Hochwasser so schlecht wie selten.  So zog ich mit einem Angelkollegen von Spot zu Spot aber außer einem Nachläufer eines guten Hechtes und einem quer gehakten Zander von dem mir nur eine Schuppe am Haken entgegenkam, gab es absolut nichts zu holen in der Kaffeebrühe. Gegen Mittag hatte mein Kumpel genug und ich entschloss mal wieder am Kieselsee in Babenhausen vorbei zu schauen.

Um diese Jahreszeit laichen die Weißfische und Karpfen dort oft. Zwischen den Massen an Fischen stehen oft große Hechte die noch von ihrem Laichgeschäft im Uferbereich zu finden sind. Sehr oft kann man die Hechte gut beobachten. So auch heute.

Zwischen den Unmengen an riesen Rotaugen und Brassen waren überall die langen Schatten der Esoxe zu erkennen. Völlig unbeeindruckt von den Hechten schienen die Rotaugen. Die Hechte griffen auch nicht an. Und es waren viele Hechte. Sehr viele.

Wie also einen Hecht ans Band gekommen der nicht mal echte Fische die 20cm vor ihrem Maul vorbei schwimmen angreift? Ich versuchte einiges ohne Erfolg. Bis ich dann den richtigen Köder auspackte. Ein grün goldener Streamer. Einzig dieser Köder animierte die Hechte im klaren Wasser zum Angriff .

Da der von mir gut sichtbare größere Hecht unter einem Baum ohne jede Möglichkeit ihn der Fliegenrute anzuwerfen stand, griff ich auf die Baitcaster zurück. Ich schlich mich ganz langsam an den Fisch heran und platzierte den Köder direkt im Sichtfeld des Hechtes. Der Hecht tauchte am Streamer vorbei ab und ich dachte schon ich hätte ihn verschreckt. In diesem Moment macht er eine 180 Grad Drehung und schoss kompromisslos von unten hinten auf den Streamer. Nach kurzem heftigem Drill konnte ich den ersten Hecht der Saison einsacken. Ich hatte gar nicht erwartet einen dieser Hechte zu erwischen die scheinbar im schlaf am Ufer standen und hatte ich nur die Handykamera zur Hand. Deshalb das nicht ganz so schöne Foto. Der Fisch war auch sichtlich vom Liebesspiel gezeichnet.

Jetzt holte ich meine Kamera aus dem Auto in der Hoffnung noch einen schönen Esox zu erwischen.

Diesmal sollte es die Fliegenrute werden. Ich erspähte einen Hecht den ich mit der Fliege anwerfen konnte. Mitten in einem Futterfischschwarm. Ich platzierte den Streamer a la Tom wieder genau im Sichtfeld des Schattens. Und wieder das selbe Muster. Der Fisch schwimmt am Köder vorbei taucht ab, dreht sich um 180Grad und feuert erbarmungslos auf den bemitleidenswerten Köder. Und ab geht die Luzi. Der Fisch reißt mir sofort Leerschnur aus der Hand und ich kann ihn nur mit Mühe davon abhalten sich in die Pflanzen am Rand zu retten. Ein paar fluchten später liegt aber auch dieser Esox im Kescher. Mit 72cm etwas kleiner als der Erste aber auf Sicht mit der Fliegenrute, das war gleich noch einmal mehr Adrenalin.

Direkt am nächsten Platz konnte ich wieder einen länglichen Schatten erspähen. Auch hier war an ein Anwerfen mit der Fliegenrute leider nicht zu denken. So griff ich wieder zur Baitcasterrute. Und wieder war es das selbe Muster. Kaum traf der Streamer das Wasser, tauchte der Hecht ab und schoss aus der Tiefe auf den Köder. Keine Minute Später lag der dritte Esox im Kescher. Was für ein Saisonauftakt!!

Mit 70cm der „kleinste“ des Tages. Alle drei Hechte waren sichtlich gezeichnet von der wohl erst kürzlich vergangenen Laichzeit.

Jetzt sollte es genug sein. Der perfekte Saisonauftakt. Ich freue mich schon wieder auf meine geliebte Kinzig, wenn das Hochwasser endlich zurück geht. Den Kieselsee allerdings werde ich sicher wieder besuchen.

Ein paar Impressionen vom Kieselsee:

Döbelzeit an der Kinzig

Alle Jahre wieder im Frühling erwacht der Fluss ganz langsam aus dem Winterschlaf. Die ersten die aus der Lethargie wach werden sind bei uns immer die Döbel. Diese lassen sich jetzt perfekt mit leichten Grund oder Matchruten und Frühstücksfleisch zum Anbiss verführen. Einige schöne Exemplare um die 50 cm konnte ich so schon auf die Matte legen. Die Montage ist einfach. 2 bis 3 Klemmbleie an einem kleinen  Seitenarm und einen 8er Karpfenhaken an das Flurocarbon Vorfach knüpfen. Der 2×2 cm große Frühstücksfleisch Würfel wird komplett auf den Haken aufgezogen. Mehr gibts nicht zu tun.  Probiert es einfach aus.

 

 

Update Februar

Auf den Main Strecken der Zünfte Steinheim und Seligenstadt herrscht dieses Jahr ein Kunstköderverbot vom 1.2. bis 30.4. Prinzipiell unterstütze ich sinnvolle Angelverbote gerne aber die Sinnhaftigkeit dieses Verbotes lässt sich zumindest anzweifeln. Nach dem erschreckenden Wegfall der Zanderschonzeit in Hessen war klar, es müssen andere Wege gefunden werden, die Zander zu schützen. Ein Kunst- & Köderfischverbot in der alten Zanderschonzeit vom 15.03.-31.05. wäre der einfache und legale Weg den Zander beim Laichen zu schützen.

Stattdessen gibt es ein reines Kunstköderverbot (warum auch immer kein Köderfischverbot) und das viel zu früh um den Zander bei Laichen zu schützen. Kein Zander ist  bis 30.04 in hiesigen Breitengraden mit dem Laichen fertig. Ich behaupte sogar, dass selbst der 31.05. schon knapp bemessen ist. Ich habe schon öfter schwarze Zandermännchen und laichdicke Weibchen Anfang Juni gefangen.  Die bayrische Raubfischschonzeit die anscheinend Pate für die Zeit steht ist einfach ungeeignet um den Zander zu schützen.

Weiter behaupte ich, dass viele Angler, die jetzt im Wohnzimmer sitzen und an ihren Rollen drehen, verstärkt ab dem 01.05. auf Zander angeln werden und dann vollends in den Nest bewachenden schwarzen Zandern landen. Sie wundern sich dann, wie einfach und schnell sich Zander fangen lassen. Und das völlig legitimiert von der Gewässerordnung. Jedes Nest von dem der Bewacher weggefangen wird, ist sofort gefundenes Fressen für die Grundeln. Selbst wenn das Zandermännchen (z.B. weil untermaßig) zurückgesetzt wird ist das Nest schon verloren.

Völlig unverständlich ist mir vor allem, warum die ausgebildeten Fachleute der Zünfte solche Überlegungen anscheinend nicht besonders gewichten. Sie sollten es eigentlich am besten wissen. Ohne die genauen Gründe des „warum“ zu kennen, lässt sich dies dennoch  Anzweifeln.

Soweit genug philosophiert. Zum Glück gibt es noch Mainstrecken auf die kein Kunstköderverbot fällt. Darunter auch das Stück der Vereine in Offenbach. Dort konnte ich am Samstag einen schönen 70ger Zander landen. Somit konnte ich auch endlich meinen ersten Mainfisch 2018 landen. Ein wirklich schöner Fisch.

 

Der erste Fisch in 2018

Nachdem ich einige missglückte Versuche startete einen Hecht mit der Fliegenrute zu fangen, war es heute endlich soweit. Ein schöner 83cm Hecht nahm den 25cm großen grün-goldenen Lamettastreamer und blieb diese Mal auch bis zum Kescher hängen. So kann es gerne weiter gehen. Ich freue mich auf die neue Saison und hoffe euch noch viele schöne Fische präsentieren zu können.

Martoms Streamertausch #4

Hier mein Beitrag zu Matoms Streamertausch. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es weitere Aktionen geben wird.

 

Auf den letzten Drücker

Das Jahr 2017 ist beendet. Für mich eines der schwersten Angeljahre bis jetzt. Auch der Dezember brachte bei mir wenig Fisch. Am 31.12. sollte es nochmal an das Wasser gehen um wenigstens einen guten Fisch zu bekommen. Es sah schon so aus, als ob ich schon wieder Schneidern würde, da gab es kurz vor Schluss doch noch den ersehnten Einschlag. Ein wunderschöner 80ger Silversterzander hatte sich den weißen Gummi geschnappt.  Ein versöhnlicher Abschluss mit dem Angeljahr.

Zander-Fluch beendet?

Normalerweise würde ich keinen so ausführlichen Beitrag über einen einzigen halbstarken Zander verfassen. Der Bestand von diesen Fischen ist bei uns im Main eigentlich enorm. Doch war ich die letzten Jahre unfassbar verwöhnt was den Zanderfang angeht, so erlebte ich diesen Sommer eine unfassbare Durststrecke. Gefühlt seit 4 Monaten habe ich keinen maßigen Zander mehr erwischt.

Gibt es keine Zander mehr im Main? Sicher nicht. Denn auch wenn Fische über 50cm die Ausnahme waren, fing ich doch eine enorme Zahl an 15-20 cm langen Vertreter der Stachelritter. Gefühlt sind die Überall und vergreifen sich selbst an Ködern, die der eigenen Größe in nichts nachstehen. Sicher ist es ein Zeichen, dass es um den Zander im Main trotz der ungünstigen Änderungen in der Hessischen Fischerei Verordnung (keine Schonzeit mehr, Besatz in Fließgewässer verboten) nicht so schlecht steht.

Doch wo sind die Großen? Warum beißt nichts? Ich denke die Antwort liegt in der enormen Zahl von Brut- und Jungfischen die diesen Sommer den Main beherrschten. So lange ich am Main fische, habe ich nie eine dermaßen große Anzahl an Ukeleis, Rotaugen, Mini-Rapfen, Döbeln und Haseln gesehen. Das Wasser war teilweise schwarz vor Fisch, insbesondere am Rand in der Steinpackung. Auch für diese Fische ein gutes Zeichen. Doch der Stipper Freud ist des Raubfischjägers Feind. Unsere Raubfische müssen im Moment einfach keine Verfolgungsjagten mit Gummiködern eingehen und Energie Verschwenden. Sie warten einfach ab bis die Beute direkt am Maul vorbei schwimmt. Dafür spricht auch, dass sowohl alle Barsche als auch die Zander momentan nur auf kleine Köder reagieren, die in Zeitlupe geführt werden. Alle Köder über 4″ und schnell geführte Köder wurden einfach Ignoriert.

Erst jetzt wo die Temperaturen fallen, sich die Kleinfischschwärme ausdünnen und die Fische in Tieferes Wasser ziehen, fangen die Zander an aktiv nach der Beute zu suchen. In den letzten 3 Wochen häufen sich die Fangmeldungen wieder. Auch größere Köder werden wider attackiert.

Ich hoffe so eine lange Durststrecke werde ich so schnell nicht wieder erleben und freue mich auf den Zanderherbst.

Ach ja, hier natürlich noch der schöne Fisch, der mir ein breites Grinsen in das Gesicht gezaubert hat:

 

Erneut ein schöner Main-Barsch

Gestern Nacht konnte ich wieder einmal einen schönen Main-Barsch landen. Köder war ein 4″ Easy Shiner am Cheburashka System. Ein schön gezeichneter 45cm Barsch mit leicht defomierter Schwanzflosse. Ein befreundeter Angler hatte zuvor sogar einen unglaubliche 54cm Monsterbarsch gefangen.

45cm Barsch am Main

Video Norwegen 2017 online

Unser Video ist endlich fertig. Es würde mich freuen, wenn ihr bei gefallen einen Daumen nach oben verteilt.

Aurora Borialis Time Lapse 2

Hallo liebe  Traumfischjäger. Hier noch unser zweites Polarlicht Video:

Monsterbarsch in der Nacht

Selten fange ich die Barsche am Main in der Nacht. Gestern hat es aber wieder eingeschlagen. Um 22 Uhr schnappte sich ein 49ger Barsch meinen Mini-Kopyto. Das sind die Momente für die ich zum Angeln gehen.

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