Traumfisch Jäger

von David Demel

Kategorie: Raubfischangeln (Seite 1 von 2)

Lang ists her

Aufgrund privater Umstände komme ich im Moment recht wenig ans Wasser. Doch gestern Nacht kam endlich mal wieder was aus dem Wasser. Auf einen 14er Zander Pro konnte ich diesen Wunderschönen Zander landen. Ich bin absolut happy. Nun sollen die Zander erst einmal für Nachwuchs sorgen. Die Spinnrute wird bis Ende der Hechtschonzeit eingemottet.

Die „Big 6“ in einer Woche

Es ist wahrscheinlich eine der besten Angelwochen meines Lebens gewesen aber der Reihe nach: Bei uns in den Flüssen gibt es für mich 6 große Raubfische, die mit der Spinnrute zu fangen sind. Es sind Hecht, Zander, Barsch, Rapfen, Wels und Döbel. Alles Andere, wie die großen Salmoniden wurden bei uns entweder eingesetzt oder sind kaum vorhanden und deswegen nicht gezielt zu beangeln. In dieser Woche hab ich das Kunststück fertig gebracht und von allem etwas erwischt, teils in wirklich guten Größen.

 

Den Anfang machten ein paar wirklich schöne Barsche bis 38cm:

Tags darauf konnte ich zwei gut kämpfende Rapfen, einige Barsche und einen schönen Zander fangen:

Am selben Abend erwischte ich noch meine personalbest Döbel und zwei herrlich gezeichnete Hechte:

Das Ganze wurde dann heute morgen abgerundet, als ich beim Barschfischen plötzlich einen dumpfen Schlag in der Rute spürte. Kurz darauf schrie die Bremse auf und es war klar, da ist ein Wels am anderen Ende der Schnur. Nach heftigem Drill auf Biegen und Brechen konnte ich den schönen Waller handlanden. Es ist immer wieder eine Herausforderung, das alleine hin zu bekommen:

Was für eine Woche. Ich werde sie sicher nicht so schnell vergessen.

Der Herbst fängt gut an

Seit 3 Tagen ist es in der Nacht richtig Kalt, die Temperaturen an den Flüssen gehen zurück. Die Raubfische werden nun endlich wach. Insbesondere die Rapfen hämmern auf alle Köder, die schnell an der Oberfläche gezogen werden. Mein Herz bleibt immer wieder für ein paar Millisekunden stehen, wenn einer dieser eleganten Silberpfeile die Oberfläche durchbricht um sich den Stickbait abzuholen. Aber auch die Barsche werden endlich wieder Größer. So konnte ich einige Exemplare bis 39cm fangen. Den Krönenden Abschluss machte eine kampfstarke Barbe, die sich an einem 11cm langen Gummifisch vergriff.  So darf der Herbst weitergehen.

 

101 cm Hecht-Power

Endlich konnte ich wieder einen guten Fisch anlanden. Eine Hechtdame von 101cm konnte dem Sebille Softjerk im Barschdekor nicht wiederstehen. Nach knackigem Drill konnte ich den schönen Esox handlanden.

 

Sommerwels

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich endlich wieder mal einen großen Fisch mit der Spinnrute an landen. Die Geschichte dazu ist echt ungewöhnlich.

Eigentlich hatte ich vor mit einem Angelkollegen auf Zander und Barsch zu angeln. Wir fischten am Abend schon ca. eine halbe Stunde, als er einen tollen Biss bekam und der Fisch innerhalb weniger Sekunden den für Zander und Barsch gedachten Haken auf bog. Wir wussten sofort, dass ist ein dicker Wels.

Glücklicherweise hatte ich meine Welsspinnrute im Auto. Ich warf den Platz an und schon beim zweiten Wurf bekam ich einen kurzen Anfasser auf den 14cm Gummifisch. Beim Dritten war es dann soweit. Einschlag und die Welsrute war sofort komplett krumm.

Nach einigen Minuten hartem Drill konnte ich ins Wasser gehen und den Fisch an landen.

Etwa 1,70m pure Kraft. Ich bin absolut happy über den außergewöhnlichen Fang.

 

Saisonstart Hecht

Endlich der 16.4. ist erreicht. Saisonstart auf Hecht in Hessen. Alle Jahre wieder heißt das für mich früh aufstehen, ab an die Kinzig und die Fliegenrute oder die Spinnrute schwingen.

Auch dieses Jahr war das der Fall, nur die Vorzeichen standen durch das extrem Hochwasser so schlecht wie selten.  So zog ich mit einem Angelkollegen von Spot zu Spot aber außer einem Nachläufer eines guten Hechtes und einem quer gehakten Zander von dem mir nur eine Schuppe am Haken entgegenkam, gab es absolut nichts zu holen in der Kaffeebrühe. Gegen Mittag hatte mein Kumpel genug und ich entschloss mal wieder am Kieselsee in Babenhausen vorbei zu schauen.

Um diese Jahreszeit laichen die Weißfische und Karpfen dort oft. Zwischen den Massen an Fischen stehen oft große Hechte die noch von ihrem Laichgeschäft im Uferbereich zu finden sind. Sehr oft kann man die Hechte gut beobachten. So auch heute.

Zwischen den Unmengen an riesen Rotaugen und Brassen waren überall die langen Schatten der Esoxe zu erkennen. Völlig unbeeindruckt von den Hechten schienen die Rotaugen. Die Hechte griffen auch nicht an. Und es waren viele Hechte. Sehr viele.

Wie also einen Hecht ans Band gekommen der nicht mal echte Fische die 20cm vor ihrem Maul vorbei schwimmen angreift? Ich versuchte einiges ohne Erfolg. Bis ich dann den richtigen Köder auspackte. Ein grün goldener Streamer. Einzig dieser Köder animierte die Hechte im klaren Wasser zum Angriff .

Da der von mir gut sichtbare größere Hecht unter einem Baum ohne jede Möglichkeit ihn der Fliegenrute anzuwerfen stand, griff ich auf die Baitcaster zurück. Ich schlich mich ganz langsam an den Fisch heran und platzierte den Köder direkt im Sichtfeld des Hechtes. Der Hecht tauchte am Streamer vorbei ab und ich dachte schon ich hätte ihn verschreckt. In diesem Moment macht er eine 180 Grad Drehung und schoss kompromisslos von unten hinten auf den Streamer. Nach kurzem heftigem Drill konnte ich den ersten Hecht der Saison einsacken. Ich hatte gar nicht erwartet einen dieser Hechte zu erwischen die scheinbar im schlaf am Ufer standen und hatte ich nur die Handykamera zur Hand. Deshalb das nicht ganz so schöne Foto. Der Fisch war auch sichtlich vom Liebesspiel gezeichnet.

Jetzt holte ich meine Kamera aus dem Auto in der Hoffnung noch einen schönen Esox zu erwischen.

Diesmal sollte es die Fliegenrute werden. Ich erspähte einen Hecht den ich mit der Fliege anwerfen konnte. Mitten in einem Futterfischschwarm. Ich platzierte den Streamer a la Tom wieder genau im Sichtfeld des Schattens. Und wieder das selbe Muster. Der Fisch schwimmt am Köder vorbei taucht ab, dreht sich um 180Grad und feuert erbarmungslos auf den bemitleidenswerten Köder. Und ab geht die Luzi. Der Fisch reißt mir sofort Leerschnur aus der Hand und ich kann ihn nur mit Mühe davon abhalten sich in die Pflanzen am Rand zu retten. Ein paar fluchten später liegt aber auch dieser Esox im Kescher. Mit 72cm etwas kleiner als der Erste aber auf Sicht mit der Fliegenrute, das war gleich noch einmal mehr Adrenalin.

Direkt am nächsten Platz konnte ich wieder einen länglichen Schatten erspähen. Auch hier war an ein Anwerfen mit der Fliegenrute leider nicht zu denken. So griff ich wieder zur Baitcasterrute. Und wieder war es das selbe Muster. Kaum traf der Streamer das Wasser, tauchte der Hecht ab und schoss aus der Tiefe auf den Köder. Keine Minute Später lag der dritte Esox im Kescher. Was für ein Saisonauftakt!!

Mit 70cm der „kleinste“ des Tages. Alle drei Hechte waren sichtlich gezeichnet von der wohl erst kürzlich vergangenen Laichzeit.

Jetzt sollte es genug sein. Der perfekte Saisonauftakt. Ich freue mich schon wieder auf meine geliebte Kinzig, wenn das Hochwasser endlich zurück geht. Den Kieselsee allerdings werde ich sicher wieder besuchen.

Ein paar Impressionen vom Kieselsee:

Update Februar

Auf den Main Strecken der Zünfte Steinheim und Seligenstadt herrscht dieses Jahr ein Kunstköderverbot vom 1.2. bis 30.4. Prinzipiell unterstütze ich sinnvolle Angelverbote gerne aber die Sinnhaftigkeit dieses Verbotes lässt sich zumindest anzweifeln. Nach dem erschreckenden Wegfall der Zanderschonzeit in Hessen war klar, es müssen andere Wege gefunden werden, die Zander zu schützen. Ein Kunst- & Köderfischverbot in der alten Zanderschonzeit vom 15.03.-31.05. wäre der einfache und legale Weg den Zander beim Laichen zu schützen.

Stattdessen gibt es ein reines Kunstköderverbot (warum auch immer kein Köderfischverbot) und das viel zu früh um den Zander bei Laichen zu schützen. Kein Zander ist  bis 30.04 in hiesigen Breitengraden mit dem Laichen fertig. Ich behaupte sogar, dass selbst der 31.05. schon knapp bemessen ist. Ich habe schon öfter schwarze Zandermännchen und laichdicke Weibchen Anfang Juni gefangen.  Die bayrische Raubfischschonzeit die anscheinend Pate für die Zeit steht ist einfach ungeeignet um den Zander zu schützen.

Weiter behaupte ich, dass viele Angler, die jetzt im Wohnzimmer sitzen und an ihren Rollen drehen, verstärkt ab dem 01.05. auf Zander angeln werden und dann vollends in den Nest bewachenden schwarzen Zandern landen. Sie wundern sich dann, wie einfach und schnell sich Zander fangen lassen. Und das völlig legitimiert von der Gewässerordnung. Jedes Nest von dem der Bewacher weggefangen wird, ist sofort gefundenes Fressen für die Grundeln. Selbst wenn das Zandermännchen (z.B. weil untermaßig) zurückgesetzt wird ist das Nest schon verloren.

Völlig unverständlich ist mir vor allem, warum die ausgebildeten Fachleute der Zünfte solche Überlegungen anscheinend nicht besonders gewichten. Sie sollten es eigentlich am besten wissen. Ohne die genauen Gründe des „warum“ zu kennen, lässt sich dies dennoch  Anzweifeln.

Soweit genug philosophiert. Zum Glück gibt es noch Mainstrecken auf die kein Kunstköderverbot fällt. Darunter auch das Stück der Vereine in Offenbach. Dort konnte ich am Samstag einen schönen 70ger Zander landen. Somit konnte ich auch endlich meinen ersten Mainfisch 2018 landen. Ein wirklich schöner Fisch.

 

Der erste Fisch in 2018

Nachdem ich einige missglückte Versuche startete einen Hecht mit der Fliegenrute zu fangen, war es heute endlich soweit. Ein schöner 83cm Hecht nahm den 25cm großen grün-goldenen Lamettastreamer und blieb diese Mal auch bis zum Kescher hängen. So kann es gerne weiter gehen. Ich freue mich auf die neue Saison und hoffe euch noch viele schöne Fische präsentieren zu können.

Martoms Streamertausch #4

Hier mein Beitrag zu Matoms Streamertausch. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es weitere Aktionen geben wird.

 

Zander-Fluch beendet?

Normalerweise würde ich keinen so ausführlichen Beitrag über einen einzigen halbstarken Zander verfassen. Der Bestand von diesen Fischen ist bei uns im Main eigentlich enorm. Doch war ich die letzten Jahre unfassbar verwöhnt was den Zanderfang angeht, so erlebte ich diesen Sommer eine unfassbare Durststrecke. Gefühlt seit 4 Monaten habe ich keinen maßigen Zander mehr erwischt.

Gibt es keine Zander mehr im Main? Sicher nicht. Denn auch wenn Fische über 50cm die Ausnahme waren, fing ich doch eine enorme Zahl an 15-20 cm langen Vertreter der Stachelritter. Gefühlt sind die Überall und vergreifen sich selbst an Ködern, die der eigenen Größe in nichts nachstehen. Sicher ist es ein Zeichen, dass es um den Zander im Main trotz der ungünstigen Änderungen in der Hessischen Fischerei Verordnung (keine Schonzeit mehr, Besatz in Fließgewässer verboten) nicht so schlecht steht.

Doch wo sind die Großen? Warum beißt nichts? Ich denke die Antwort liegt in der enormen Zahl von Brut- und Jungfischen die diesen Sommer den Main beherrschten. So lange ich am Main fische, habe ich nie eine dermaßen große Anzahl an Ukeleis, Rotaugen, Mini-Rapfen, Döbeln und Haseln gesehen. Das Wasser war teilweise schwarz vor Fisch, insbesondere am Rand in der Steinpackung. Auch für diese Fische ein gutes Zeichen. Doch der Stipper Freud ist des Raubfischjägers Feind. Unsere Raubfische müssen im Moment einfach keine Verfolgungsjagten mit Gummiködern eingehen und Energie Verschwenden. Sie warten einfach ab bis die Beute direkt am Maul vorbei schwimmt. Dafür spricht auch, dass sowohl alle Barsche als auch die Zander momentan nur auf kleine Köder reagieren, die in Zeitlupe geführt werden. Alle Köder über 4″ und schnell geführte Köder wurden einfach Ignoriert.

Erst jetzt wo die Temperaturen fallen, sich die Kleinfischschwärme ausdünnen und die Fische in Tieferes Wasser ziehen, fangen die Zander an aktiv nach der Beute zu suchen. In den letzten 3 Wochen häufen sich die Fangmeldungen wieder. Auch größere Köder werden wider attackiert.

Ich hoffe so eine lange Durststrecke werde ich so schnell nicht wieder erleben und freue mich auf den Zanderherbst.

Ach ja, hier natürlich noch der schöne Fisch, der mir ein breites Grinsen in das Gesicht gezaubert hat:

 

Erneut ein schöner Main-Barsch

Gestern Nacht konnte ich wieder einmal einen schönen Main-Barsch landen. Köder war ein 4″ Easy Shiner am Cheburashka System. Ein schön gezeichneter 45cm Barsch mit leicht defomierter Schwanzflosse. Ein befreundeter Angler hatte zuvor sogar einen unglaubliche 54cm Monsterbarsch gefangen.

45cm Barsch am Main

Monsterbarsch in der Nacht

Selten fange ich die Barsche am Main in der Nacht. Gestern hat es aber wieder eingeschlagen. Um 22 Uhr schnappte sich ein 49ger Barsch meinen Mini-Kopyto. Das sind die Momente für die ich zum Angeln gehen.

Schöne Barsche am Main

Gestern konnte ich am Main ein paar Barsche anlanden. Sie stehen immer noch auf extrem kleine Köder. Eigentlich nicht so meine Fischerei aber wenn es erfolgreich ist, passe ich mich gerne an. Erfolgreich war dieses mal ein Easy Shiner in 3″. Der größte Barsch war knapp unter 40cm.

Schwierige Durststrecke

Hallo liebe Traumfisch-Jäger Freunde. In letzter Zeit gab es sehr wenig von mir zu lesen. Dies hat unter anderem den Grund, dass ich eine hartnäckige Schulterverletzung habe, die mir langes Spinn- oder Fliegenfischen fast unmöglich macht. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Nachdem ich gar nicht so schlecht gefangen habe bis Juni war ich danach etliche Male Schneider wenn ich dann mal los war. Der einzige schwache Trost, es geht fast allen Kollegen genau so. Einzig die Aale laufen in Main und Kinzig einigermaßen gut. Auch ein paar Döbel auf Kirsche konnte ich erbeuten. Auch konnte ich noch ein paar schöne Bachforellen aus der Kinzig leiern. Davon hier mal ein paar Bilder zum Übergang bis hoffentlich, noch vor unserem Norwegenurlaub, mal wieder ein Zander oder Barsch abgelichtet werden kann.

Zanderfänge Juni

Es ist zwar nicht ganz leicht am Main aber die Zander beißen. Alle Fische stehen im Flachwasser. Selbst am Tag bei 30Grad und Sonne konnte ich mehrere Fische in max. 2m tiefem Wasser erwischen. Geduld ist allerdings erforderlich. Hier ein paar Impressionen.

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