Jedes Jahr am 16.4. kribbelt es ganz besonders. Die Hechtschonzeit in Hessen endet. Alle Jahre wieder versammeln sich Fliegenfischer aus dem ganzen Kinzigtal um dem Hecht mit Streamern der Klasse XXL auf den Pelz zu rücken. Schon ein paar tage vorher steigt bei uns allen die Nervosität.

In diesem Jahr standen die Vorzeichen nicht besonders gut. Nach einer längeren wärmeren Periode im März, fielen die Temperaturen abrupt ab. Das Wasser hingegen war durch die wenigen Niederschläge sehr klar. Beides keine Idealen Voraussetzungen um den Hecht mit der Fliege zu beangeln.

So musste verzeichnete ich geschlagene 11 Stunden keinen einzigen Biss. Mein Arm schmerzte schon ordentlich und die Beine waren müde als sich endlich das Wasser vor mir teilte und der Streamer vor meinen Augen von einem prachtvollen Esox in die Tiefe gezogen wurde.

Diese Momente sind es, die die Faszination für das Streamerfischen auf Hecht ausmachen. Bei kaum einer anderen Fischerei ist der Moment des Bisses so intensiv.

Nach einem spannenden Drill konnte ich dann endlich meinen ersten 2017er Esox keschern. Ein wirklich schöner Fisch.